Life Savers – die Bonbons mit dem Loch

25.09.2015 10:10

life savers awafsVor über 100 Jahren erfand der Süßwarenhersteller Clarence Crane aus Ohio die erfrischenden Bonbons. Er wollte eine Süßigkeit, die der Hitze im Sommer besser widersteht als Schokolade. Um sie auch optisch von anderen Produkten abzuheben, die damals alle eckig und kissenförmig waren, entschied sich Crane für eine runde Form mit einem Loch in der Mitte für die Life Savers. Da er weder die Maschinen noch den Platz für die Produktion hatte, arbeitete er mit einem Pillenhersteller zusammen, um die Minzbonbons in die passende Form zu bringen. Heute sind die ringförmigen Bonbons, die es mittlerweile in über 40 verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt, in den USA Kult.

Geschichte der Life Savers

1912 wurden die Ringe mit Pfefferminzgeschmack als „Summer Candy“ geboren und da sie wie kleine Rettungsringe aussahen, erhielten sie den Namen Life Savers. Crane ließ die Marke Life Savers schützen und verkaufte die Rechte an den Pfefferminzbonbons an Edward John Noble, der 1913 die Life Savers and Candy Company gründete. Er vertrieb die Life Savers Rollen für $0.05 Cent an den Kassen in Restaurants und Lebensmittelgeschäften. Um die Pfefferminzbonbons frisch zu halten, wurden sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr in den ursprünglich verwendeten Pappröhren verkauft, sondern in Staniolpapier eingewickelt, das später gegen Aluminiumfolie ausgetauscht wurde. Erst ab 1919 wurden die Life Savers von Maschinen in die Folie verpackt, davor war die gesamte Verpackung Handarbeit. Und diese spezielle Verpackung ist bis heute eines der Markenzeichen der Life Savers.

Ab 1956 begann eine ganze Reihe von Übernahmen großer Unternehmen. Die Life Savers wechselten mehrfach den Besitzer, bevor sie 2004 an den Kaugummihersteller Wrigley’s verkauft wurden, der seit 2008 zu Mars gehört. Wrigley’s begann mit der Einführung zahlreicher neuer Produkte sowie der Wiederbelebung alter Klassiker.

Geschmacksrichtungen und Produktvarianten

1918 wurden Life Savers Wint O Green eingeführt. Ab 1921 wurden zusätzlich die harten Fruchtbonbons hergestellt, die vier Jahre später dank der verbesserten Technik auch ein Loch in der Mitte bekamen. Diese gab es in den Geschmacksrichtungen Orange, Lemon und Lime. Sie wurden schnell sehr beliebt, so dass weitere Geschmacksrichtungen hinzukamen: Anise, Butter Rum, Cola und Root Beer, allerdings waren diese nicht so erfolgreich wie die ursprünglichen drei. 1931 kamen Cherry und Pineapple Bonbon-Rollen auf den Markt und ein Jahr später eine neue Mint-Variante, die so durchsichtig war wie die Fruchtbonbons und den Namen Cryst-O-Mint erhielt.

1935 kam die bis heute bekannte und beliebte Rolle mit 5 verschiedenen Geschmacksrichtungen auf den Markt – Pineapple, Lime, Orange, Cherry und Lemon – und blieb fast 70 Jahre unverändert, bevor 2003 Lime, Lemon und Orange gegen Raspberry, Watermelon und Blackberry ausgetauscht wurden. Allerdings wurde Orange stückweise wieder eingeführt und Blackberry entfernt.

Ende der 1930er und Anfang der 1940er Jahre wurden neue Mint-Geschmacksrichtungen entwickelt, darunter Molas-O-Mint, Spear-O-Mint, Choc-O-Mint und Stik-O-Pep.

In den 1980er und 90er Jahren wurden viele Geschmacksrichtungen eingestellt, um das Unternehmen profitabler zu machen. Seit 1992 gibt es unter der Marke Life Savers auch Gummi Savers, 1996 kamen die Life Savers Minis auf den Markt, 1998 Creme Savers und 2001 Life Saver Fusions.

Nachdem Wirgley’s die Life Savers übernommen hatte, führte das Unternehmen erstmals nach über 60 Jahren 2006 zwei neue Mint-Geschmacksrichtungen ein: Orange Mint und Sweet Mint. Außerdem wurden einige der frühen Mint-Geschmacksrichtungen wiederbelebt, darunter auch Wint O Green.

2008 kamen zwei weitere Life Savers Mints Geschmacksrichtungen hinzu: Strawberry Apple und Cherry Lemonade sowie eine neue Geschmacksrichtung für die Gummies: Island Fruits.

Außerdem entwickelte Wrigley die Life Savers Fruit Tarts (2007), Live Savers Hawaiian Fruits (2009), Sweet Strings N Sour Rings (2009) sowie die Life Savers Gummies Collisions (2011)

 


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