Holiday Season

23.12.2014 18:13

holiday seasonDie Zeit rund um Weihnachten wird im Englischen, vor allem in den USA und in Kanada, auch als Holiday Season bezeichnet. Ursprünglich wurde der Begriff „Christmas Season“, also Weihnachtszeit, nur für die Zeit vom 25. Dezember bis zu den Heiligen Drei Königen am 6. Januar verwendet. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Begriff Christmas Season mit der Adventszeit gleichgesetzt, also vom 4. Sonntag vor Weihnachten bis zu den Weihnachtsfeiertagen. Heute beginnt in den meisten westlichen Ländern die Weihnachtszeit gegen Ende November (auch wenn die Lebkuchen schon ab Anfang September in den Supermärkten stehen) und geht bis Anfang Januar.

Wenn die Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen eingeschaltet wird, die kleinen Buden auf den Weihnachtsmärkten öffnen, der Geruch von gebrannten Mandeln durch die Luft zieht und Weihnachtslieder an jeder Ecke ertönen, dann bereitet sich auch der Handel auf ein gutes Geschäft vor. Für den Einzelhandel ist dies die Zeit des Jahres, wo am meisten Umsatz gemacht wird. Die Konsumenten können aus verlockenden Angeboten wählen und das ein oder andere Schnäppchen machen. Auch in Krisenzeiten sind Weihnachtsgeschenke Tradition und im Durchschnitt geben US-Amerikaner während der Holiday Season 800 Dollar aus, davon 73 Prozent für Geschenke.

In den USA beginnt die Weihnachtszeit am Tag nach Thanksgiving, an einem Freitag, der auch als Black Friday bezeichnet wird. An diesem Tag locken Geschäfte mit attraktiven Rabatten. Trotz der guten Angebote machen die Läden damit nicht ihr Hauptgeschäft. Der erste Montag nach Thanksgiving läutet die Weihnachtszeit beim Online-Shopping ein. An diesem Cyber Monday gibt es zahlreiche Angebote in Online-Shops. Auch in Deutschland wird diese Aktion immer beliebter, so warb dieses Jahr beispielsweise Amazon mit der Aktion Cyber Monday eine ganze Woche lang mit Vergünstigungen.

Black Friday sowie Cyber Monday zählen aber trotz der guten Angebote beide nicht zu den Top-Verkaufstagen vor Weihnachten. Den meisten Umsatz machen die Händler ungefähr zwei bis drei Wochen vor Weihnachten. Im Online-Geschäft in den USA sind Green Monday, der zweite Montag im Dezember, und Free Shipping Day, der normalerweise um den 16. Dezember stattfindet, die umsatzstärksten Tage. Neben Spielzeug und technischen Geräten werden nach wie vor on- und offline zahlreiche Weihnachtsgrußkarten verkauft. Auch nach Weihnachten locken noch einmal viele Rabatte, dann startet der sogenannte End of Season Sale.

In Großbritannien wir der Begriff „Holiday Season“ übrigens weniger für die Weihnachtszeit, als für die Sommerferien und die damit verbundene Reisezeit benutzt.

5 Fun Facts rund um die Holiday Season in den USA

  1. Zwischen Thanksgiving und Weihnachten liefert der U.S. Postal Service rund 20 Milliarden Karten und Pakete aus.
  2. In den USA werden jährlich durchschnittlich 25-30 Millionen echte Weihnachtsbäume verkauft. Es braucht ungefähr 7 Jahre, bis ein Weihnachtsbaum die perfekte Größe erreicht hat.
  3. Sein heutiges Aussehen mit roter Kutte und weißem Kragen verdankt der Weihnachtsmann angeblich einer Werbung von Coca-Cola aus den 1930er Jahren. Allerdings war dieses Erscheinungsbild auch schon einige Jahre vorher bekannt. Coca-Cola hat jedoch durch seine jährliche Werbekampagne wesentlich zu Verbreitung beigetragen.
  4. Jedes Jahr werden durchschnittlich 5.800 Personen in den USA in Notaufnahmen behandelt, nachdem sie sich beim Dekorieren für Weihnachten verletzt haben.
  5. Seit 1939 gehört zu Weihnachten auch Rudolph, das Rentier mit der roten Nase. In Montgomery Ward Geschäften wurden damals 2,4 Millionen Ausgaben des Buches verteilt. Ursprünglich sollte das Rentier übrigens Rollo heißen. 

 

photo credit: A. Strakey via photopin cc


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